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Typenprüfung vs. Zertifizierung

07.04.2024

Kennen Sie den Unterschied zwischen Typprüfung und Produktzertifizierung? Die Verwirrung auf dem Markt kann mitunter zu Fehlentscheidungen führen. Dieser Leitfaden verdeutlicht den Unterschied zwischen den beiden und hilft Ihnen so, das richtige Produkt auszuwählen.

Der Aufbau des Kabels ist komplex; je nach Funktion und Anwendungsanforderungen besteht es aus mehreren Schichten metallischer und nichtmetallischer Materialien, wobei Dicke und Herstellungsverfahren unterschiedlich sind.

Die in der Kabelschicht verwendeten Materialien besitzen allesamt einzigartige Eigenschaften, wie z. B. Isolierung, Polsterung, Ummantelung, Füllstoffe, Bänder, Schirmung, Beschichtungen usw., die durch einen streng kontrollierten Herstellungsprozess konstant erreicht werden müssen.

Die Anwendung und Leistungsfähigkeit von Kabeln werden routinemäßig von Herstellern und Endanwendern überprüft, und die Eignung kann durch unabhängige Stellen mittels Tests und Zertifizierung bestätigt werden.

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Drittanbieter-Typenprüfung oder einmalige Prüfung
Kabelprüfungen können typischerweise umfassende Typprüfungen gemäß den Auslegungskriterien eines bestimmten Kabeltyps sein (z. B. BS 5467, BS 6724 usw.). Sie können aber auch nur eine der spezifischen Prüfungen für einen bestimmten Kabeltyp umfassen (z. B. die Halogengehaltsprüfung nach IEC 60754-1 oder die Rauchemissionsprüfung nach IEC 61034-2 und anderen LSZH-Kabeln). Bei einmaligen Prüfungen durch Dritte sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- Kabeltypprüfungen werden nur an einer Kabelgröße/einem Muster für einen bestimmten Kabeltyp/eine bestimmte Konstruktion oder eine bestimmte Spannungsklasse durchgeführt.
- Kabelhersteller bereiten Muster im Werk vor, testen diese intern und senden sie dann zur Prüfung an externe Labore.
Da keine Dritten an der Auswahl der Proben beteiligt sind, entsteht der Verdacht, dass nur gute oder „Goldproben“ getestet werden.
Nach bestandener Prüfung stellt die Prüfstelle den Typprüfbericht aus.
Der Typprüfbericht bezieht sich ausschließlich auf das geprüfte Muster. Typprüfberichte beziehen sich nur auf geprüfte Muster und können nicht verwendet werden, um zu behaupten, dass ungeprüfte Muster Normen oder Spezifikationen erfüllen.
Solche Tests werden in der Regel erst nach 5-10 Jahren wiederholt, es sei denn, der Kunde oder die Behörde/das Versorgungsunternehmen verlangt dies.

Die Typprüfung ist daher nur ein Mikrokosmos der Zeit und erlaubt keine kontinuierliche Beurteilung der Kabelqualität oder von Änderungen in den Herstellungsprozessen oder Rohstoffen durch routinemäßige Prüfungen und/oder Produktionsüberwachung.

Zertifizierung von Kabeln durch Dritte
Die Zertifizierung geht über die Typprüfung hinaus und umfasst ein Audit des Kabelherstellungswerks sowie in einigen Fällen eine jährliche Stichprobenprüfung der Kabel.
Die wichtigsten Punkte der Drittanbieter-Authentifizierung sind folgende:
- Die Zertifizierung bezieht sich immer auf die gesamte Kabelproduktlinie (einschließlich aller Kabelgrößen/-adern).
- Beinhaltet Werksaudits und in einigen Fällen jährliche Kabeltests.
- Die Zertifikate sind in der Regel 3 Jahre gültig, werden aber neu ausgestellt, wenn routinemäßige Prüfungen und Tests die fortgesetzte Einhaltung bestätigen.
- Im Vergleich zur Typprüfung bietet sie den Vorteil der kontinuierlichen Überwachung der Produktion durch Audits und in einigen Fällen auch Tests.

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